Antike Nähmaschine

Ein Stück Nostalgie ruft eine antike Nähmaschine hervor. Aber auch die exzellente Technik, die schon vor 150 Jahren in den Maschinen vorhanden war, beeindruckt noch heute.

Natürlich ist eine antike Nähmaschine eher etwas für Sammler und solche, die auf einer wirklich alten Maschine zum Spaß nähen wollen. Denn auf die modernen Geräte, die fast alles auf Knopfdruck machen, möchte der Schneider von heute nicht mehr verzichten. Und doch hat es seinen ganz unverwechselbaren Reiz, sich an eine mechanische, antike Nähmaschine zu setzen und mit eigener Muskelkraft zu nähen.

Die frühen Nähmaschinen waren aus Eisen gefertigt, sehr schwer und besaßen einen Radantrieb, der die Muskelkraft der Füße in Energie für die Nähmaschine umwandelte. Ein Wipp-Pedal trieb das Rad an und setzte die Maschine in Gang. Dass der Nähfreund hier eine gute Koordination haben musste war klar. Denn neben der Fußbewegung musste auch noch die Maschine mit der Hand bedient werden.

Sammlerstücke sind die antiken Nähmaschinen allerdings in erster Linie wegen der aufwendigen Tischkonstruktionen geworden. Anfang des 20. Jahrhunderts waren Tischmodelle aus Gusseisen und Holz mit schnörkeligen Verzierungen der letzte Schrei. Als Dekoration mit Flair der guten alten Zeit stehen diese Tische mit oder ohne Maschine heute hoch im Kurs. In den fünfziger Jahren kamen dann auch Schranknähmaschinen auf den Markt. Wie schon vorher bei den Tischmodellen, konnten die Nähmaschinen versenkt werden, was sehr praktisch war. So hatte man bei Nichtgebrauch der Maschine eine zusätzliche Ablage oder Arbeitsfläche. Schubladen für Nähzubehör waren ebenfalls dabei.

Nähmaschinentechnik verbinden wir in Deutschland mit den großen Namen Singer, Pfaff und Anker. Aber es gibt noch weitaus mehr Hersteller, die eher in Sammlerkreisen ein Begriff sind. Auch Amerika, Frankreich und England haben Modelle vorzuweisen, die das Herz derer, die sich für alte Technik mit fulminanter Optik interessieren, höher schlagen lassen.

Im Internet sind antike Nähmaschinen in einer großen Anzahl zu finden. Sammlerbörsen, Online-Auktionshäuser oder Kleinanzeigen-Märkte halten immer interessante Stücke bereit. Die Preise richten sich nach Sammler- oder Liebhaberwert und sind daher sehr unterschiedlich.

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